OOXML-Filter

Als erstes Projekt (siehe Zusammenfassung der Resultate) realisierte die Working Group Office Interoperability die gemeinsam finanzierte Weiterentwicklung des OOXML-Filters von LibreOffice. Die Städte München, Freiburg im Breisgau und Jena, der Schweizer Kanton Waadt, das Schweizerische Bundesgericht und das Informatiksteuerungsorgan des Bundes entwickelten an einem Workshop am 10. und 11. Oktober 2011 in Zürich gemeinsam die Spezifikation "Layout-getreue Darstellung von OOXML-Dokumenten in Open Source Office Applikationen". Open Source Office Entwickler-Firmen wurden mittels Pressemitteilung im Dezember 2011 (auch in Englisch) aufgerufen ein Angebot zur Umsetzung der Anforderungen einzureichen. Die Spezifikation wurde auch in Englisch übersetzt: "Layout-true Representation of OOXML Documents in Open Source Office Applications"

 

Es gingen Offerten von SUSE und Lanedo ein. Weil sich die in der Spezifikation formulierten Use Cases auf zwei Entwickler-Teams aufteilen liessen, erhielten beide Firmen einen Auftrag zur Realisierung der Programmiertätigkeiten. Nach einer Finanzierungsrunde der Auftraggeber konnte das EUR 140'000 Projekt gestartet werden, wie in der Pressemitteilung vom 18. Juli 2012 bekannt gegeben wurde. Mit den Releases von LibreOffice 4.0 und 4.1 sind sämtliche Entwicklungen, die im Rahmen dieses Projekts finanziert wurden, in die stabile Version von LibreOffice eingeflossen. Wie in der Spezifikation vereinbart, haben die Firmen SUSE und Lanedo sämtliche Patches unter der Apache Software License 2.0 veröffentlicht. Damit kann nun auch Apache Open Office Community die Verbesserungen in ihre Entwicklung einfliessen lassen. Die Links zu den Patches und weitere Details zum Abschluss des Projekts werden hier in Kürze publiziert.

 

Diese Crowdfunding finanzierte Office-Weiterentwicklung wurde sowohl am 14. Oktober 2011 an der LibreOffice Konferenz in Paris als auch am 8. November 2012 an der ApacheCon Europe 2012 in Sinsheim präsentiert.